Geschichte

Vom Fahrrad- und Zubehörhandel Sola zum "größten Motorrad-Roller-Fahrrad-Biker-Zweiradhaus der Lausitz" –
Firmengründer Wolfgang Hübner zur Geschichte von Zweirad Hübner

"Selbstständigkeit wie ein Sechser im Lotto"

"So richtig an fing es 1988 – mit dem Schritt in die Selbständigkeit durch die Übernahme des altbekannten Fahrrad- und Zubehörhandels Sola in der Lieberoser Straße in Cottbus. Im Sozialismus war das wie ein Sechser im Lotto: Unter 78 Bewerbern hatten wir den Zuschlag erhalten! Das lag sicher auch an der Gunst von Frau Sola, die das Geschäft aus Altersgründen abgeben wollte.

Also Start frei! Nach den nötigen bürokratischen VorkehrungenHO-Kommissionsverträge und Geldeinlagenfolgten die Renovierung der Ladenfläche, der Einkauf neuer Ware und schließlich die Eröffnung des eigenen Fahrradladens am 14. April 1988.

Eine Schlange von 200 Metern Länge wartete auf den Startschuss. Bis zum Mittag hatten wir den Umsatz, der für den ganzen Monat geplant war, schon in der Kasse und am Abend war keine Ware mehr da. Kein Problem, dachte ich als unerfahrener Unternehmer: ‚Holst‘e neue!‘ – Das jedoch erwies sich als schwierig: Es gab keinen Nachschub."

"Niemandem etwas aufschwatzen"

"Das waren die ersten Erfahrungen. Doch eines ist gebliebender Spaß am Verkaufen! Nicht zu wissen, wer gerade am Tresen steht, es jedem Kunden recht machen und niemanden etwas aufschwatzen zu wollen – die Herausforderung des erfolgreichen Verkaufens reizt mich bis heute!

Damals, zu DDR-Zeiten, gab es wenig Ware, das Verkaufen war einfach. Man sprach ja auch nicht umsonst von ‚verteilen‘. Die Zeiten haben sich geändert, aber meine Vorsätze nicht.

Zurück zu den Fakten: Mit der Wende fielen die ersten Westfahrräder und die alten ‚Westhasen‘, die sehr umsatzorientiert verkauften, über Cottbus her.

Da kam mir der Erlös meines BMW 327 Cabriolet zugute – dieser bescherte mir Startkapital, das nötige Kleingeld für einen Transporter und die Bekanntschaft mit Herrn Hans-Georg Frers, der mich an die Hand nahm und in die kapitalistische Marktwirtschaft und deren Tücken einwies.

Das Schicksal nahm seinen Lauf – und es lief gut. Es folgten ein Vertrag mit Suzuki und der Ausbau der Räumlichkeiten auf dem Nachbargrundstück. Doch der Platz reichte uns immer noch nicht. So entstand die Idee, selbst neu zu bauen."

"Viele Aktionen, Spaß und zufriedene Kunden"

"Los ging es im Frühjahr 1993 in Gallinchen am Telering, wo sich bis heute unser Firmensitz befindet. Bereits im August 1993 folgte das Richtfest. Das war eine verrückte Zeit, aber als alles fertig war, war auch aller Ärger vergessen und die Vorfreude groß! Am 4. Dezember 1993 konnten wir das ‚größte Motorrad-Roller-Fahrrad-Biker-Zweiradhaus der Lausitz‘ eröffnen.

Viele Aktionen, Spaß und zufriedene Kunden hat das Haus nun schon erlebt. Das soll so bleiben und dafür geben wir unser Bestes!"